Boden Teil 2

Der Boden von dem wir leben Teil 2

GProf.  Dr. Kurt Metzger

Ein Beispiel zur experimentellen Bearbeitung von umweltrelevanten Themen soll das folgende Arbeitskonzept mit Versuchsanleitungen zur Behandlung des Themenkomplexes Bodengefährdung - Bodenerhaltung im Agrarraum und in Forstarealen vorstellen. Das ausführliche Manuskript liegt als pdf-Datei vor und kann herunter geladen werden. Klicken Sie weitere Infos am Seitenende an.

 Inhaltsverzeichnis:

Beispiele zur experimentellen Bearbeitung von umweltrelevanten Themen 1
Die Ermittlung von flurmeliorativen Parametern zur Kennzeichnung des Agrarraumes 2
Grundregeln der bodenkundlichen Feldarbeit 4
Das Erfassen von meteorologischen, biologischen und pedologischen Daten zur Beschreibung der Abläufe in der Umwelt 5
Umwelt relevante meteorologische Parameter in der bodennahen Atmosphäre 5
Messreihen zur Erfassung der bodennahen Austauschvorgängen sowie der lokal klimatischen Verhältnisse, die durch den Einfluss von Morphologie, Saum- und Kleinbiotope hervorgerufen werden 6
Anleitung zur Untersuchung des Einflusses von Windschutzmaßnahmen auf Boden- und Lufttemperaturen und Boden- und Luftfeuchte 8
Depositionsmessung fester luftgetragener Stoffe (Stäuben) 11
Beispiele biologischer Parameter zur Umweltbeschreibung (Pflanzensoziologie) 13
Bodenuntersuchungen 17
Untersuchung einzelner Bodenelemente 17
Die experimentelle Bestimmung der Bodenart 18
Korngrößenanalyse 18
Durchführung der Pipettanalyse 19
Bestimmung der Bodenart im Gelände 21
Die Bestimmung des Humusgehaltes von Böden 23
Bestimmung des C-Gehaltes in Böden 25
Bestimmung der Humusauflage im Gelände 25
Die Trennung von Huminstoffen 26
Die Humusart und der Humusgehalt in Böden als Indikator im Naturhaushalt 27
Die Ermittlung physikalisch-chemischer Bodeneigenschaften 27
Bestimmung der Sorption des Bodens 28

Einleitung:

In der Landschaft bilden die Böden wichtige, diese prägende Ökosysteme. Die Böden werden durch die Tätigkeit der Menschen in immer stärkerem Maße belastet bzw. großflächig zerstört. Im Gegensatz zur Wasser- und Luftverschmutzung treten die Folgen der Bodenzerstörung nicht  unmittelbar in Erscheinung. Daher richtete sich das Augenmerk der Öffentlichkeit spät, d.h. nach weitgehender Zerstörung der Bodenfunktionen, auf diese Probleme. Heute hat man die Gefahren erkannt, die von kranken oder fehlenden Böden ausgehen. Die Probleme beginnen mit der verringerten Wasserspeicherung und enden mit Missernten auf degradierten Böden. In diesem Zusammenhang soll der Frage nach der Bodenerhaltung und Bodenverbesserung durch die Anlage von Feldgehölzen, einer schonenden Bodennutzung und Bodenbearbeitung sowie dem kontrollierten Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden nachgegangen werden.

Die Gefahren für den Boden bestehen in: Bodenabtrag durch Wasser und Wind, Aufbringen von Abwässern und Abfällen aus Siedlungen und Industrie, Immissionen und Bioziden, falscher Nutzung und Bearbeitung sowie dem eminenten Bodenverbrauch. Der Schutz sowie die Bodenverbesserung bestehen in: Hemmung des Bodenabtrags durch geeignete Vegetation und Bearbeitung, Maßnahmen zur Intensivierung der Bodenkrumenentwicklung, Verbesserung des Bodenwasser- und Bodenlufthaushaltes und einer konsequenten Verbrauchsplanung. Unbeeinflusste Naturböden gibt es in Mitteleuropa fast nicht mehr. Die Menschen haben Ackerland und Wiesen in der Vergangenheit durch ungeregelte, vielfach  zu starke Nutzung, durch den Anbau nicht standortgemäßer nicht bodenschonender Nutzpflanzen und Gräser geschädigt Bodenverdichtung und Bodendegradierung waren die Folgen. Dadurch ergaben sich ein verstärkter oberirdischer Wasserabfluss, eine  Verschlechterung des Nährstoffkreislaufs zwischen Boden und Pflanze sowie eine deutliche Beeinflussung der Bodenatmung. Die auffälligste Auswirkung der Bodenzerstörung ist die immer stärkere Zunahme der Bodenerosion.

Übergeordnetes Lernziel: Der Schüler soll die komplexen Zusammenhänge in einer Bodenlandschaft kennen lernen. An abgetrennten Regelkreisen, die im Gesamtgefüge ineinander wirken, soll exemplarisch das Interesse für das ökologische Gefüge in unserer Umwelt geweckt werden.

Methodischer  Hinweis:
In der vorliegenden Handreichung wird versucht einen möglichst vollständigen Überblick zu dem angesprochenen Thema zu geben. Eine experimentelle Gesamtbehandlung des Problemkreises  ist in  der im Unterricht zur Verffgung stehenden  Zeit nicht zu  bewältigen. Das Skript soll vielmehr als Planungsunterlage dienen. Exemplarisches wird daraus entnommen und durchgeführt und in einen theoretischen vorgegebenen Rahmen gefügt.

Ein umfangreiches Skript:
Beispiele zur experimentellen Bearbeitung von umweltrelevanten Themen” steht als pdf-Datei
zur Verfügung.

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